Die Deutsche Auswanderer-Datenbank beruht auf den Passagierlisten der Auswandererschiffe. Die Passagierlisten mussten den Einwanderungsbehörden vorgelegt werden. Ab 1820 sind in den National Archives in New York/USA die Passagierlisten weitgehend vorhanden.

Ein Problem der bisherigen Auswandererforschung ist, dass gesicherte statistische und genaue sozialhistorische Aussagen durch die sehr verstreuten und uneinheitlichen Quellen erschwert werden. Allein in Deutschland sind die historisch relevanten Quellen über rund 3.000 Archive und Bibliotheken verstreut. Viele Originaldaten der Auswanderer aus ihren Heimatorten sind verloren gegangen.

Angesichts dieser Quellenlage kommt den Passagierlisten der Auswandererschiffe eine besondere Bedeutung zu. Mit ihnen liegt ein massenhafter, serieller Datenbestand vor, der sich für eine elektronische Auswertung eignet. Bei aller Lückenhaftigkeit gibt es keine Quelle zur Auswanderung, die eine größere Vollständigkeit aufweist.