Geschichte

Bremerhaven als Auswandererhafen, 1845
Wartehalle des Norddeutschen Lloyd in Bremerhaven, 1871
Abfahrt eines Auswandererdampfers in Bremerhaven, 1898

Die Freie Hansestadt Bremen gründete 1827 an der Mündung der Weser in die Nordsee den „Bremer Haven“. Beide Städte bilden das Land Bremen. Die junge Hafenstadt Bremerhaven verdankte ihren Aufstieg zu einem weltbekannten Überseehafen vor allem den rund 8 Millionen Auswanderern, die von 1832 bis 1974 über Bremerhaven Europa verließen.

Über 90 Prozent der Auswanderer, die sich in Bremerhaven einschifften, wählten die Vereinigten Staaten von Amerika zum Reiseziel. Die transatlantische Verbindung Bremerhaven-New York wurde zur weltweit meistbefahrenen Brücke nach Übersee. Zeitweise war Bremerhaven der größte europäische Auswandererhafen.

Im 20. Jahrhundert verlor das Geschäft mit der Auswanderung in Bremerhaven an Bedeutung. Die nordamerikanischen Einwanderungsbeschränkungen und die seit Ende der 1950er Jahre bestehende Möglichkeit, die Reise mit dem Flugzeug zu absolvieren, führten zu einem Niedergang der Auswanderung über Bremerhaven. 1974 legte das letzte Auswandererschiff in Bremerhaven ab.