Schnittmodell mit Zwischendeck
Modell der "COLUMBIA"

Bark „COLUMBIA“ (1862–1882)

Die hölzerne Bark „COLUMBIA“ wurde 1862 in Geestemünde (heute Stadtteil von Bremerhaven) auf der Werft von Johann C. Tecklenborg gebaut. Unter der Flagge der Bremer Reederei und Überseehandlung D. H. Wätjen & Co. segelte sie in der Fracht- und Auswandererfahrt. Im Zwischendeck konnten 156 Auswanderer untergebracht werden. Im achteren Decksaufbau gab es Platz für 70 Passagiere der II. Klasse und 4 Passagiere der I. Klasse. Auf der Rückreise von Amerika transportierte die „COLUMBIA“ Fracht.

Obwohl in den 1860er Jahren immer mehr Dampfschiffe eingesetzt wurden, zogen viele Auswanderer die strapaziöse, aber billigere Passage mit einem Segelschiff vor. Die Bark „COLUMBIA“ war eines der letzten großen Segelschiffe in der Auswandererfahrt. Für den Transport von Auswanderern wurden die Frachträume in Verschläge unterteilt und mit Bettgestellen ausgestattet. Der Transport von Auswanderern in die USA bot den Reedern eine lukrative Alternative zum nutzlosen Ballast, der ansonsten für die Hinfahrt geladen werden musste.

Technische Daten

 

Bauwerft:

Johann C. Tecklenborg, Geestemünde

Baujahr:

1862

Verwendungszweck:

Fracht- und Auswanderertransport

Reederei:

D. H. Wätjen & Co., Bremen

Takelung/Typ:

Bark

Länge über Steven:

45,72 Meter

Breite über Spanten:

9,75 Meter

Bruttoraumgehalt:

887,98 Bruttoregistertonnen

Passagiere:

230

Verbleib:

Verschollen seit dem 3. Dezember 1882 mit 17 Mann